Gesamtverband der Aluminiumindustrie e.V. (GDA)
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Product description:
Bei den hergestellten Aluminiumprofilen handelt es sich um Halbzeuge für die Bauindustrie, Konsum- und Industriegüter, automotive Anwendungen, den Solarbereich uvm.
 
Die Profile werden aus Aluminiumlegierungen gefertigt; bestehend aus dem Leichtmetall Aluminium (Al) und diversen Legierungselementen (wie Silicium, Kupfer, Mangan, Magnesium, u.a.).
 
Die blanken Aluminiumprofile können (je nach Kundenwunsch) in einem oder mehreren Verarbeitungsschritten veredelt werden, bevor sie zum (End-)Produkt verarbeitet werden.
 
Oberflächenveredelung von Profilen: Beschichten
Bevor ein Beschichtungsstoff aufgebracht wird, müssen die Profile vorbehandelt werden. Nach dem Beizen und Entfetten wird eine Konversionsschicht als Haftvermittlung aufgebracht. Hierbei werden die Gelbchromatierung, die Grünchromatierung und chromfreie Verfahren eingesetzt. Das Eloxieren wird auch als Vorbehandlung (Voranodisation) vor dem Beschichten eingesetzt.

Das pulverbeschichtete Aluminiumprofil in dieser EPD wurde mit einem chromfreien Beschichtungsverfahren modelliert.
 
Die Schicht der Gelbchromatierung ist Chrom-VI-haltig. Verfahren und Schichten auf der Basis von Chrom-VI dürfen seit dem 21. September 2017 (Sunset-Date) nicht mehr eingesetzt werden (EU 348/2013). Für eine Vielzahl von Prozessen und Anwendungen sind Anträge auf weitere Verwendung fristgerecht zum 21. März 2016 eingereicht worden. Über diese Anträge ist bisher nicht entschieden worden. Artikel 58(1)(c)(ii) REACH legt fest, dass Antragssteller und Anwender, die in der Lieferkette von Antragstellern beliefert werden, ihre Anwendungen über das Sunset-Date hinaus bis zur Entscheidung der Kommission fortsetzen können.
 
In der Architektur werden zunehmend Objekte mit einer chromfreien Vorbehandlung ausgeschrieben. Systemhäuser haben ihre Spezifikationen umgestellt. Im Bereich Automotive werden bedingt durch die Altautoverordnung schon seit mehr als 10 Jahren Chrom-VI-freie Verfahren eingesetzt. Nach der Oberflächenvorbehandlung erfolgt die Beschichtung mit einem flüssigen Beschichtungsstoff oder einem Pulverlack. Der Flüssiglack wird in der Regel in einem Ofen forciert getrocknet. Der Pulverlack wird in einem Ofen eingebrannt. Hierbei vernetzt das elektrostatisch aufgebrachte Pulver zu einem Lackfilm. Die Möglichkeiten der Farbgebung sind fast unbegrenzt.
 
Profile werden in üblichen Fertigungslängen (6 m) beschichtet. Anschließend erfolgt die weitere Verarbeitung, beispielsweise zu Fenstern und Fassaden.
 
Für bestimmte Bauteile oder Komponenten ist es auch üblich, dass diese vor der Oberflächenbehandlung aus dem Halbzeug gefertigt werden.
 
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